Zunächst hatte ich das für einen Fehler gehalten, aber canoo meint, dass es das Wort wirklich gibt: debuggen. Und zwar als, ganz klar, regelmäßiges Verb. Darauf gestoßen bin ich bei der Korrektur einer Arbeit, die nur so von Fachwörtern (z.B. Interoperabilität) wimmelte. Irgendwo stand dann “debuggt”, was mich vollkommen verwirrte und bei dem ich meinte: das kann es doch gar nicht geben. Aber, nein, es gibt es doch. Vielleicht noch nicht bei Duden, aber nun ja…
Ergänzend: debuggen heißt, soweit ich es verstanden habe, so viel wie Fehler in Computerprogrammen entfernen (können). Man kann auf den Quellcode (die Programmstruktur, die Befehlskette) eines Programms zugreifen und Fehler korrigieren. Bug heißt ja so viel wie Käfer, was man auch als Fehler bezeichnen kann. de bedeutet, relativ einleuchtend eine Aufhebung/ Entfernung, die Vorsilbe ist negativ.
Ich hoffe, so wird das Wort noch klarer. Das Muster übrigens kann man auch bei populäreren Wörtern wie “einloggen” finden. Auch dieses Wort bildet sein Partizip mit -ggt.
Ergänzend: Ausgehend davon, dass es angeblich nur vier deutsche Worte gibt, die auf -nf
(Senf, Hanf, fünf, Genf) enden, gibt es für dieses scheinbar seltsame Partizip von debuggen und einloggen ja auch ein “altes” Vorbild: eggen. Fiel mir nur so ein. Bei canoo.net einfach *ggen für 36 Beispiele (mit Wortbildungsprodukten) eingeben.
Was ich gestern vergessen habe: meine Motivation zum (kostenlosen) Korrekturlesen. Nicht nur, dass ich bei einigen schnell mal zu lesenden Texten auf billigere (im wahrsten Sinne des Wortes) Alternativen zurückgreifen, oder aber bei der Suche nach Schlagworten große Textmengen durchforsten konnte, nein, vielmehr ist es auch das eigene Leseinteresse. Im Antiquariat, in der Bibliothek, eigentlich überall kommt man nicht so schnell an eine Art Probeseite, an einen Probierstein für das eigene Leseinteresse. Bei PDGP erinnere ich mich eigentlich nur an die Briefe Humboldts, die ich eher zufällig angeklickt habe und dann in der ersten Runde lange begleitet habe. Schön war damals auch die Schriftart dieser Ausgabe von 1921. Bei GAGA war es eine ganze Reihe von Maupassant-Romanen und Geschichtensammlungen, die einen fesselte, ehe dann eben eine besagte Weile nur historische Romane (so gut die sein mögen, unbezweifelt) meine Korrekturlaune abnehmen ließen.
Insgeheim muss ich ohnehin noch ein wenig warten, wenn 70 Jahre auf das Jahr 1942 gefolgt sind. Damals, bekanntlich, starb von eigener Hand (wiewohl von anderen getrieben) jener Schriftsteller, den ich immer noch zu meinen Lieblingsautoren zähle.
Es tut gut, etwas jemandem zurückzugeben, von dem man schon ein wenig profitiert hat: dem/ den Projekt(en) Gutenberg (de, en). Von dort kann man sich bekanntlich urheberrechtlich abgelaufene und somit freie Bücher runterladen, die ladens einige Euro kosten.
Bei beiden kann man eingescannte Seiten korrekturlesen. Beim deutschen Ableger nur deutsche Bücher, beim amerikanischen (?) Original (?) in verschiedensten Sprachen, wobei natürlich englische Bücher überwiegen. Das Ganze ist einfach, zumindest auf dem Anfängerlevel. Beim deutschen Korrekturleseprojekt wird’s (meines Erachtens) schnell eintönig, wenn wochenlang nur historische Romane kommen, beim englischen bleibt man auf dem Anfängerniveau, weil man ewig braucht, um die Qualitätsanforderungen der zweiten Stufe zu erreichen; zudem funktioniert der Onlinetest irgendwie nicht.